In einem Interview in der Samstagsausgabe der Magdeburger Volksstimme (30.11.19) hatte Kapitän Lukas Schulle einen Sieg am heutigen Samstag gegen den SC Wedding angekündigt.

Trotz des erneuten Fehlens von drei Stammspielern (Nikolai und Viktor Mijokovic und Pavle Japaridze) sollte er Recht behalten. Mit dem ersten Anschwimmen ging es gleich richtig los. Ein Überzahlspiel der Gäste parierte der an diesem Tag super aufgelegte Marc Böer im WUM Tor mit einem starken Reflex. Im Gegenzug haben die Magdeburger dann Überzahl, die nichts einbringt. Bei der sich anschließende Ecke schaltet WUM Kapitän Lukas Schulle blitzschnell und spielt gekonnt auf Torjäger Wilhelm Block, der unter dem Jubel der 150 Zuschauer völlig frei vor dem Tor zur 1:0 Führung trifft. Lukas Schulle ist es dann, der den Spielstand zum einen in Überzahl und zum anderen per Konterabschluss auf eine 3:0 Führung ausbaut. Das Publikum ist aus dem Häuschen. Immer wieder treffen die Berliner auf das Magdeburger Abwehrbollwerk, in der einer für den anderen kämpft. Und was doch durchkam, wurde eine Beute des WUM-Torwarts Marc Böer. Wedding kommt vor der ersten Sirene zwar noch zum Anschluss, doch Willhelm Block kontert postwendend zum 4:1. Damit ging es in die erste Pause.
Im zweiten Spielabschnitt nimmt dann die Spannung zu. Beide Teams lassen nun teils beste Gelegenheiten liegen. So setzt Lukas Schulle einen 5m Strafwurf an den Pfosten. Da machen es die Gäste besser, treffen doppelt zum 4:3 Anschluss. Zwar erhöht der an diesem Tag überragende Kapitän Lukas Schulle erneut auf 5:3, doch quasi im Gegenzug kommen die Gäste per 5m Strafwurf wieder heran. Dann muss Centerverteidiger Tom Hagendorf nach drei persönlichen Fehlern aus dem Becken. Ein herber Verlust für die WUM. Doch das Team aus der Elbestadt zeigt abermals eine große Moral. Erneut war es der Magdeburger Schulle, dem das 6:4 vorbehalten ist. Mit dieser zwei Tore Führung ging es in die Halbzeit. Nach den temporeichen ersten beiden Vierteln die Gelegenheit für beide Teams, erst einmal durchzuschnaufen. Mit Wiederbeginn wird es dann dramatisch. Zwar trifft Schulle zum 7:5, doch die Gäste werden immer stärker und erzielen durch zwei schnelle Tore den 7:7 Ausgleich. Die sonst starke Magdeburger Abwehr ist zu diesem Zeitpunkt zu löchrig. Kurz vor dem Ende des 3. Viertels trifft Duncan Händel und bringt die WUM wieder mit 8:7 nach vorn. Die Halle tobt und fordert einen Heimsieg. Doch davon lassen sich die Gäste von der Spree nicht beeindrucken, gleichen ihrerseits aus und gehen sogar zum ersten Mal mit 8:9 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt lassen bei beiden Mannschaften die Kräfte nach und es schleichen sich immer wieder leichte Fehler ein. Ein Überzahlspiel nutzt der an diesem Tag glänzend aufgelegte WUM Kapitän Lukas Schulle zum umjubelten 9:9 Ausgleich. Moritz Lehnert ist es vorbehalten, die Magdeburger wieder mit 10:9 in Führung zu werfen. Doch im Becken geht es munter weiter rauf und runter. Jetzt sind wieder die Berliner dran und bringen den Ball zum 10:10 Ausgleich im WUM Tor unter. Einmal mehr ist es WUM Akteur Lukas Schulle, der den Ball aus gut acht Metern in das linke Toreck zimmert. Mit seinem siebten Treffer bringt er die Elbestädter drei Minuten vor dem Ende mit 11:10 wieder nach vorne. In den letzten Minuten setzen beide Teams alles auf eine Karte. Ein Treffer gelingt aber keinem mehr. In einem Spiel auf Augenhöhe holten die Magdeburger, auch mit etwas Glück, ihren dritten Saisonsieg und lassen sich nach der Schlusssirene vor den Zuschauern feiern. „Beiden Mannschaften muss man ein großes Kompliment machen. Es war ein schnelles und bis zum Abpfiff spannendes Match, in dem man beiden Teams die Freude am Wasserballspielen angemerkt hat. Das war Werbung vom Feinsten“, resümierte WUM Chef Silvio Schulle. WUM Kapitän Lukas Schulle war mit der Chancenauswertung grundsätzlich zufrieden: „Auch wenn manchmal etwas Glück im Spiel war, bin ich sehr stolz auf unser Team. Es ist ein tolles Gefühl und immer wieder schön, mit den Jungs in so einem wichtigen Spitzenspiel zu gewinnen. Wir haben gemeinsam bis zur Schlusssirene gekämpft und das ist das, was uns derzeit ausmacht! Deshalb konnten wir das Spiel heute auch für uns entscheiden. In Vorbereitung auf den nächsten Spieltag müssen wir das Augenmerk darauf richten, die Fehler in der Abwehrarbeit weiter abzustellen und das Umkehrspiel konsequenter anzugehen. Auch die Rausstellungen müssen wir weiter minimieren. Heute freue ich mich erst einmal über den Sieg und das fantastische Publikum, die uns nie im Stich gelassen haben.“
Mit einem Doppelspieltag am 13./14. Dezember 2019 in Zwickau und Plauen stehen die letzten Punktspiele 2019 in der Fremde an. Dann wird sich zeigen, wo die Magdeburger in dieser Saison in der Tabelle zu finden sein werden. Das Ziel heißt natürlich: möglichst weit oben, am besten an der Spitze. Wer sich den Auftritt der Magdeburger Wasserballer noch einmal in Ruhe ansehen möchte, kann dies in Kürze bei Sportdeutschland.TV im Re-Live gerne nachholen.

Klaus-Peter Knobloch
Wasserball Union Magdeburg


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